Fragen und Antworten rund um unser Projekt

Wer zahlt die Kosten für die Ausbildung?

Die ARAG SE trägt die Kosten der Mediationsausbildung.

Wer ist für die Ausbildung verantwortlich?

Erfahrene Trainer verantworten als inhaltlicher Partner die Ausbildung der Lehrkräfte, Schulleiter, Eltern und Fachkräfte für Schulsozialarbeit, Schulpsychologen und deren Zertifizierung. Kompetente Praktiker begleiten das Projekt und sorgen für Qualität und nachhaltige Betreuung der Schulen bei der Umsetzung auch nach der Ausbildung.

Die Trainer sind praxiserfahrene Mediatoren und langjährige Trainer in Aus- und Fortbildungen rund um das Thema Mediation. Durch das intensive und jahrelange Auseinandersetzen mit der Implementierung von Mediation in Schulen sind sie Experten im Bereich Schulmediation sowie in weiteren Mediationsfeldern.

Wo findet die Ausbildung statt?

Die Ausbildung wird jeweils in Gruppen aus Vertretern von circa 7-8 Schulen in einer ausgewählten Schule an jeweils einem Standort pro Schulbezirk stattfinden.

Wann findet die Ausbildung statt?

Die Ausbildung umfasst 80 Stunden und findet an sechs Blockterminen im Jahr berufbegleitend statt. Die Blöcke umfassen den Zeitraum von jeweils eineinhalb Tagen. Dabei findet die Ausbildung am ersten Tag des Blockes von 16-20 Uhr, am zweiten Tag des Blockes von 9-17 Uhr statt. Diese Termine verteilen sich über einen Zeitraum von einem Jahr in Abständen von 6-8 Wochen und liegen vornehmlich unter der Woche.

Kann ich für die Ausbildungszeit Bildungsurlaub beantragen?

Ja, das ist möglich. Hier finden Sie weiterführende Informationen.

 
Unsere Broschüre

Erfahren Sie in unserer Broschüre "Konfliktmanagement an Schulen" alles über das Schulprojekt. Sie können diese hier auch per E-Mail als Druck-Version anfordern. Bitte senden Sie uns dazu Ihre Anschrift und die gewünschte Anzahl der Exemplare an konfliktmanagement-an-schulen@arag.de

Fragen und Antworten zur Mediation

Was ist (Schul)Mediation?

Mediation (lat. Vermittlung) ist ein strukturiertes, freiwilliges Verfahren zur Lösung von Konflikten zwischen mehreren Parteien. Geleitet und begleitet wird das Verfahren von einem unparteiischen Dritten, der zwischen den Konfliktparteien vermittelt, dem Mediator. Er ist die zentrale Figur als Lotse zum Ziel. Wo zwei sich streiten, hilft er als unabhängiger Lotse und Moderator. Erkennt den Weg zum Ziel, will aber, dass die Konfliktparteien ihn selbst finden. Er hilft ihnen dabei, fair zu bleiben, mit kühlem Kopf schnell zum Kern des Konflikts vorzudringen und diesen kreativ zu lösen.

Schulmediation
ist ein Verfahren zur Lösung von Konflikten im Kontext Schule zwischen Schülern, das speziell ausgebildete Konfliktlotsen leiten. Nach ihrer Ausbildung stehen die Konfliktlotsen jüngeren Mitschülern zur Konfliktklärung zur Verfügung. Diese Form von Vermittlung können Kinder aller Altersklassen erlernen. Das Schulmediationsgespräch findet in einem Raum statt, der für Schulmediation hergerichtet wird. Die Teilnahme der Streitenden an dem Gespräch sowie die Annahme der Ergebnisse sind freiwillig. Ausgebildete Lehrkräfte koordinieren die Ausbildung und unterstützen die Konfliktlotsen bei ihrer Arbeit.

Wie funktioniert die Mediation?

Voraussetzung für eine Mediation ist immer, dass alle beteiligten Parteien freiwillig, eigenverantwortlich und gemeinschaftlich daran mitarbeiten. Das spart im Vergleich zu einem Gerichtsprozess nicht nur Zeit, sondern auch jede Menge Nerven und Geld. Das Prinzip, zwischen zwei streitenden Parteien mithilfe eines unabhängigen Dritten zu vermitteln, ist seit Jahrtausenden bewährt. Schon die Phönizier lösten im ersten vorchristlichen Jahrtausend so ihre Streitigkeiten. Als Alternative zum Gerichtsprozess gibt es die Mediation in Deutschland erst seit den 1990er Jahren.

Wie viel kostet eine Mediation?

Die Kosten einer Mediation hängen oft davon ab, wie komplex der Streitfall ist. Sie liegen fast immer höher als die gesetzlich festgelegten Maximalgebühren für ein außergerichtliches Schlichtungsverfahren, zugleich aber meist sehr deutlich unter denen eines Gerichtsverfahrens. Mediatoren berechnen ihr Honorar in der Regel nach Stundensätzen, für die es allerdings keinen festen Rahmen gibt. Zu Beginn der Mediation wird der Zeit- und Kostenrahmen festgelegt. In der Regel teilen sich beide Parteien am Ende die Kosten. Für Rechtsschutzversicherte der ARAG ist die Mediation Bestandteil ihrer Versicherung. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Vorteile der Mediation

  • Schnelle Problemlösung ohne lange Wartezeiten
  • Keine langen Wege: Die Mediation ist auch telefonisch durchführbar.
  • Kein Streit, sondern Einigung: Berücksichtigung der Interessen beider Konfliktpartner.
  • Hohe Zufriedenheit: Rund drei Viertel der ARAG Versicherten, die bereits eine Mediation in Anspruch genommen haben, würden nochmals an einem Mediationsverfahren teilnehmen, so das Ergebnis einer Kundenbefragung.
  • Keine öffentlichen Verhandlungen
Alle Rechtswege bleiben offen: Ob erfolgreich oder nicht, eine Mediation verbaut nicht den Rechtsweg.

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Mehr zu unserem Projekt

Hier finden Sie alle Informationen zum Konfliktmanagement an Schulen.

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